Freiheit bedeutet, das zu tun, was man möchte und sich von keiner Institution, Struktur oder Hierarchie einschränken zu lassen. Auch nicht von gesellschaftlichen Klischees und Verhaltensmustern, die Frauen und Männern seit Jahrhunderten auferlegt worden sind.

 

 

Der moderne Feminismus will seine Freiheit durch Verbote erzwingen.

Wir wollen Freiheit durch Individualismus erkämpfen:

Wir wollen einen liberalen Feminismus.

 

Pragmatik statt Theorie

 

Unser Feminismus ist pragmatisch – das heißt ökonomisch.

Der Mainstream-Feminismus kämpft nicht mehr ausschließlich für die Rechte der Frauen, sondern versucht gleichzeitig gegen Rassismus und Kapitalismus vorzugehen. Dabei verstrickt er sich in einer Vielzahl philosophischer Theorien, durch die er sein eigentliches Ziel aus den Augen verliert: Die Emanzipation der Frau.

Endlose Diskussionen an Universitäten über „Gender im Kapitalismus“ werden einer jungen Hotelfachfrau nicht den Rücken bei ihrer Gehaltsverhandlung stärken; ein Sternchen im Gesetzestext wird den Professor oder Geschäftsführer nicht daran hindern, seine Studentin oder Untergebene zu sexualisieren, wenn er gerade Lust hat, seine Macht auszuspielen.

 

Wir wollen Frauen befähigen, ihre Gleichberechtigung privat und beruflich zu verwirklichen. Nicht nur an der Uni, sondern überall.

Wir wollen Frauen dazu ermutigen, wieder persönlich für ihre Rechte einzustehen und sich aus der Opferrolle zu befreien. Nur so kann mit sexistischen Vorurteilen gebrochen werden: Durch eine aufrechte Haltung und ein starkes Selbstvertrauen.

Selbstvertrauen statt Opferrolle

 

Über Jahrhunderte hinweg wurde es Frauen in unserer Gesellschaft antrainiert, sich zurückzunehmen, zu unterschätzen und stillzuschweigen. Während die Second-Wave-Feministinnen Frauen dazu animiert haben, aus dem Korsett sozialer Konventionen auszubrechen, bewegt sich der moderne Feminismus in die entgegengesetzte Richtung: Übertriebene Einforderungen von Trigger-Warnungen und omnipräsente Safe Spaces verfestigen die antiquierte Rolle der Frau als das schwächere Geschlecht. Solche normativen und institutionellen Zwänge helfen letztendlich wenig beim Abbau von Stereotypen.

 

Meinungsfreiheit statt Sprechverbote

 

Je mehr ein hypersensibler Feminismus Frauen in der Opferrolle darstellt, desto stärker wird der Drang zu faktischen Sprech- und Denkverboten, um die verletzbaren Gemüter zu beschützen. Viele Universitäten und kulturelle Institutionen, die dem Ideal des Gendermainstreaming folgen, führen deswegen Sprachzensuren und Denkverbote ein: In Safe Spaces wird Männern, die zu viel reden, das Wort entzogen; an Universitäten werden Veranstaltungen gesprengt, wenn Dozenten Wörter oder Theorien erwähnen, die von der linken Community als „verletzend“, rassistisch oder sexistisch eingestuft worden sind.

Die Wahrung des offenen Diskurses und der Meinungsfreiheit stehen im Liberalen Feminismus an erster Stelle. Dementsprechend distanzieren wir uns von gedanklichen Zensuren. Der Kampf gegen Sexismus und Diskriminierung muss vor allem mit Argumenten gewonnen werden. Dies geht nur in einer Kultur des offenen Diskurses. Die Forderung nach gesellschaftlicher Gleichheit darf nicht in der gesellschaftlichen Gleichschaltung enden. Auch wenn wir für die Gleichberechtigung der Frau kämpfen, darf die Forderung nach Gleichheit nicht die Meinungsfreiheit Dritter gefährden.

 

Frauen und andere Minderheiten sollen nicht wie schutzbedürftige Kinder behandelt werden, sondern wie mündige Bürger einer pluralistischen Gesellschaft. Dazu gehört auch, sich mit Argumenten zu wehren, anstatt sich hinter Verboten und in Schutzräumen zu verstecken.

Wir wollen Frauen dazu motivieren, sich auf die eigenen Ziele und Erfolge zu konzentrieren, anstatt erneut einem weiblichen Stereotyp – der aufopferungsvollen Nächstenliebe – gerecht zu werden.

Individualismus statt gefühlvolle Selbstaufgabe

 

Der Kampf gegen das Patriarchat hängt vor allem vom Verhalten der Gesellschaft und somit von vielen einzelnen Entscheidungen der einzelnen Bürgerinnen und Bürger gewinnen – und nicht durch das Mitgefühl, das Frauen für andere Minderheiten empfinden.

Der moderne Feminismus hat sich zu einem Gefühls-Feminismus entwickelt. Er beschäftigt sich derart intensiv mit dem Leid der Anderen, dass die Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse hintenangestellt wird. Die klassische Argumentation lautet: „Das darfst Du nicht, weil das jemanden verletzen könnte!“. Durch solche Forderungen werden nicht nur Sprech- und Denkverbote gerechtfertigt. Vielmehr wird Emotionalität ungleich über Rationalität betont, wodurch Frauen erneut ein emotionales und irrationales Verhalten aufgezwängt wird. Mit dieser Attitüde erweist der linke Feminismus Frauen zunehmend einen Bärendienst: Mit Befindlichkeiten statt Fakten, Selbstaufgabe statt Eigeninitiative werden Frauen sich im "echten Leben", in Beruf und Gesellschaft nicht behaupten und Einfluss gewinnen können.

 

Debatte statt Ressentiment

 

Zahlreiche Initiativen des linken Feminismus definieren sich durch Hass auf die „weiße und heterosexuelle Norm“. Diese Abgrenzung von der Gesellschaft ist fortwährend mit Verboten und Regelungen verbunden, die der Norm auf moralisierende Art und Weise aufgezwängt werden.

 

Wir wollen respektvoll über gesellschaftliche Klischees und Gleichberechtigung diskutieren, anstatt uns hasserfüllt abzuwenden oder andere Meinungen pauschalisierend auszuschließen.

Keinem Menschen sollte wegen seines biologischen Geschlechtes Chancen verwehrt werden. Deswegen wehren wir uns gegen biologische Zuschreibungen.

Freiheit statt biologischer Zuschreibung

 

Liberalismus bedeutet, sich von Vorurteilen zu befreien. Wenn das Verhalten von Frauen und Männer durch ihre Biologie begründet wird, werden diese Vorurteile aber als absolute Tatsache zementiert. Keine Frau ist aufgrund ihres Monatszyklus nicht fähig, rational zu denken. Genauso wenig sind Männer aufgrund ihres Testosteronspiegels unfähig, in sozialen Berufen Feingefühl zu zeigen.